Statements zur Bildungsreform
Hugo Quaderer (Bildungsminister): «Das heutige Schulsystem produziert zu viele Verlierer. Bieten wir eine Schule für die ganze Leistungsbandbreite an, dann werden wir weit mehr Gewinner produzieren.»
Rachel Guerra (Primarschulvertreterin): «Früh schon wird Selektionsdruck aufgebaut, der viele Schüler daran hindert, ihr eigentliches Leistungspotenzial abzurufen.»
Peter Hilti (Realschulvertreter): «Die Frage, ob ihre Leistungen zum Aufsteig ins Gymnasium reichen oder sogar ein Abstieg in die Oberschule nötig sein könnte, beschäftigt die Schüler während ihrer ganzen Realschulzeit.»
Carolin Meier (Oberschulvertreterin): «In der ersten Klasse wollen alle hinauf in die Realschule. Klappt dies nicht, ist der Frust gross. Derzeit fehlen den Oberschülern die Zukunftsperspektiven.»
Elisabeth Stock (Vertreterin Elternvereinigung): «Unsere Schüler sollten viel mehr Sozialkompetenz lernen, als durch ständigen Leistungsdruck zu Individualisten erzogen zu werden. In den angestrebten Profilschulen liegen grosse Chancen für Kinder und Lehrer.»
Elisabeth Stock (Vertreterin Elternvereinigung): «Die Eltern sehen SPES I einerseits als Chance, sind andererseits aber auch skeptisch, denn es ist ihr Anliegen, dass die Unterrichtsqualität gewährleistet ist.»
Holger Marxer (Gymnasiumvertreter): «Das Gymnasium hat sich auf einem sehr harten Markt bewährt und Generationen von Liechtensteiner Kindern und Jugendlichen optimal auf die universitäre Bildung vorbereitet. Die Beibehaltung des Untergymnasiums bedeutet Bildungsvielfalt und ermöglicht, dass die verschiedenen Schulkulturen durch fairen Wettbewerb nachhaltig voneinander profitieren.»
Hugo Quaderer (Bildungsminister): «Durch die Dezentralisierung wollen wir das Untergymnasium nicht abschaffen, wir wollen im Gegenteil das Obergymnasium stärken.»
Daniel Miescher (Gymnasiumvertreter): «Das Progymnasium sollte in dieser Reform nicht als die Schule betrachtet werden, welche den Profilschulen die besten Schüler wegnimmt, sondern als Ergänzung zu den Profilschulen, welche einseitige Begabungen fördert. Am Progymnasium erfahren vielseitig begabte Kinder die Möglichkeit der frühen Förderung. Dies im Sinne der bestmöglichen Förderung Aller in einem vielfältigen Bildungssystem.»
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